Wie Fairer Handel die Gesellschaft verändert

Fairer Handel verbessert nicht nur die Arbeits- und Lebensbedingungen in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas, sondern bewirkt auch ein verändertes Bewusstsein und Verhalten der Verbraucher. Das hat eine Studie im Auftrag von TransFair, Engagement Global, Brot für die Welt, Forum Fairer Handel und Misereor belegt.

Demnach beziehen heute immer mehr Menschen in Deutschland die Produktionsbedingungen in ihre Kaufentscheidung ein. In allen untersuchten Bereichen – Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und privater Konsum – konnte ein Trend zu einem veränderten Bewusstsein und Verhalten innerhalb der letzten 15 Jahre festgestellt werden. Dafür haben sowohl der Faire Handel als auch intensive Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit gesorgt.

Die größte spürbare Veränderung ist die deutlich größere Auswahl und Verfügbarkeit fair gehandelter Produkte. Zudem sind diese nicht mehr nur in Weltläden, sondern inzwischen in fast jedem Supermarkt, in Fachgeschäften und in der Gastronomie verfügbar. Auf politischer Ebene gibt es darüber hinaus mehr Diskussionen über Faire Beschaffung, in der Wirtschaft gewinnt Fairer Handel im Rahmen von Unternehmensverantwortung und Rohstoffbezug an Bedeutung.

Trotzdem gibt es derzeit auch noch einige Grenzen. So sollte Fairer Handel nicht nur Vorbild, sondern die Regel sein. Allerdings ist es eine große Herausforderung, die Prinzipien des Fairen Handels im deutschen Lebensmittelhandel flächendeckend umzusetzen, unfaire Handelspraktiken zu beseitigen und Menschenrechte entlang der Lieferkette durchzusetzen. Außerdem sollte gerechterer Welthandel, nachhaltigere Entwicklung und nachhaltigerer Konsum in nationaler und internationaler Politik stärker in den Fokus gerückt werden.

 

Quelle: http://www.umweltdialog.de/de/csr-management/csr-nachrichten/2017/Studie-bestaetigt-Der-Faire-Handel-veraendert-die-Gesellschaft.php

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