Waschsack gegen Mikroplastik

Durch Mikroplastik werden die Ozeane täglich in etwa so stark belastet wie durch 12 Millionen Plastiktüten. Über das Abwasser gelangt es nämlich ungefiltert direkt ins Meer. Die mikroskopisch kleinen Plastikteilchen finden sich in Zahncreme, Shampoo oder Kosmetika und entstehen zudem beim Waschen von Kleidung aus Kunstfasern. Ein Waschsack kann zumindest letzteres verhindern.

Beim jedem Waschen von Textilien mit Plastikanteil lösen sich kleine Partikel aus den Fasern, die aus dem Abwasser nicht gefiltert werden können und somit ins Meer gelangen. Dies ist insbesondere bei Funktionskleidung wie Windbreakern und Fleecejacken, aber auch bei Socken der Fall. Das Team des Berliner Startup-Unternehmens Guppy Friend hat dafür den Waschsack erfunden. Er besteht aus recycelbaren Polymerfäden, die so dicht gewebt werden, dass sie selbst kleinste Plastikpartikel zurückhalten. Die angesammelte Plastikwolle lässt sich nach ein paar Wäschen einfach aus dem Sack entnehmen und kann weggeworfen werden.

Der Waschsack von Guppy Friend wird etwa 30 Euro kosten, was die Gründer mit ihrem nachhaltigen Konzept, der aufwendigen Herstellung und den hohen Materialkosten rechtfertigen. Produziert wird in möglichst hoher Auflage, um so vielen Menschen wie möglich einen solchen Waschsack zur Verfügung stellen zu können, so lange Plastik in der Kleidung unvermeidbar ist.

 

Quelle: https://reset.org/blog/ein-waschsack-mikroplastik-01032017

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