Von China in die Nordsee – invasive Tiere und Pflanzen

Dass in Frachtschiffen immer wieder Tiere und Pflanzen als fremde Passagiere mitfahren ist nichts Neues. Nun haben Meeresforscher der Universitäten Oldenburg und des Senckenberg-Forschungszentrums in Frankfurt am Main ein Risikoprofil für die Nordsee erstellt.

Vor allem im Balastwasser, dem eingepumpten Meerwasser zur Stabilisierung der Schiffe, können Meeresbewohner weite Strecken zurücklegen. Sind am neuen Standort ähnliche Lebensbedingungen wie im Herkunftsland zu finden, können sie sich dort ansiedeln.

Mithilfe eines Computerprogramms trafen die Forscher Vorhersagen über Arten, die mit dem Schiffsverkehr aus unterschiedlichen Regionen „einwandern“ und sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Nordsee ansiedeln. Bereits heute gibt es invasive Algenarten aus den Gewässern um China und Japan, die große Teppiche auf dem Meer bilden und so das Wattenmeer verändern. Inwieweit durch Bioinvasion das natürliche Gefüge der Nordsee gestört wird ist noch nicht klar, aber "Im Zweifel genügt eine neue Art, um ein ganzes Ökosystem umzukrempeln", meint der Umweltwissenschaftler Hanno Seebens.

 

Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article154509603/Nordsee-durch-invasive-Tiere-und-Pflanzen-bedroht.html

 

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