UN-Bericht zu den Weltmeeren

Rund 1.700 Seiten umfasst das „World Ocean Assessment“. Es bietet einen breiten Überblick über den aktuellen Zustand der Meere, aber leider auch nicht mehr, so Kritiker.

Im Jahr 2006 begannen im Auftrag der Vereinten Nationen zahlreiche Wissenschaftler Studien, Forschungsergebnisse und sonstige Fakten über die Weltmeere zu sammeln. Nun ist das Dokument komplett. Die regionale Belastung der Gewässer und dessen tierischer Bewohner lassen sich auf einen Blick entnehmen.

Doch vielen Wissenschaftlern geht das nicht weit genug. „Unter einem Assessment verstehe ich etwas anderes, nämlich eine Abschätzung, nicht nur Beschreibungen“, kritisiert auch Prof. Julian Gutt vom Alfred-Wegener-Institut. Auf eine Gewichtung und Beurteilung wurde bewusst verzichtet, aber damit wurde auch die Chance vertan wichtige Impulse für die Meerespolitik zu setzten.

Den Schwerpunkt des Assessments finden die Meisten hingegen gut gewählt, nämlich die Bedeutung der Meere für die Nahrungssicherung. Das betrifft vor allem ärmere Länder, die ihren Bedarf an tierischem Eiweiß mit Meerestieren decken.

 

Quelle: http://www.umweltdialog.de/de/umwelt/biodiversitaet/2016/UN-Bericht-zur-Lage-der-Weltmeere.php

 

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