Übernutzung von Ressourcen Hauptursache für den Artenschwund

Lange galt der Klimawandel als DER Hauptverursacher des Artenschwunds. Forscher der University of Queensland in Brisbane (Australien) fanden jüngst heraus, dass mit etwa 72% die Übernutzung von Ressourcen für den Artenschwund verantwortlich ist. Der Klimawandel rangiert aktuell auf Platz sieben. Laut Prognose der Forscher wird er in den nächsten Jahren auf die vorderen Plätze aufrücken.

Übernutzung kann die Art direkt betreffen z.B. aufgrund von Jagen, Fischen oder Einfangen, um die Art zur Tierhaltung zu verwenden. Sie kann sich aber auch auf den Lebensraum der Art beziehen. So sind bspw. viele Spezies aufgrund von Waldrodung bedroht.

Ein Problem in Deutschland ist insbesondere die landwirtschaftliche Nutzung der vorhandenen Flächen. Viele Arten werden dabei vor allem durch großflächige Monokulturen und Pestizide gefährdet - Strukturen, die von der EU subventioniert werden. Diese Bedrohung betrifft Arten wie Kiebitz und Feldlerche, Wildkatze und Feldhamster und Schmetterlinge und Wildbienen.

„Schutzzonen, die Durchsetzung von Jagdregulationen und der Aufbau einer Landwirtschaft, die bedrohten Arten ein gleichzeitiges Überleben ermöglichen - all das spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, die Artenvielfalt zu erhalten,“ so James Watson, University of Queensland.

 

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/tiere-was-die-artenvielfalt-wirklich-bedroht-a-1107054.html

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