Über das Einsparen der Plastiktüte

Um die EU-Richtlinie, die in den Mitgliederstaaten den Verbrauch von Plastiktüten bis 2025 auf ein Minimum reduzieren soll, umzusetzen, ist im Juli 2016 die Selbstverpflichtung des deutschen Einzelhandels, für Plastiktüten Gebühren zu nehmen, eingeführt worden. Diese soll den Absatz der Tüten senken und helfen, das Einkaufen ein wenig umweltfreundlicher zu machen.

Konkrete Zahlen liegen zwar noch nicht vor, tatsächlich wurde aber bereits jetzt ein deutlicher Rückgang der Verwendung von Plastiktüten festgestellt – die Textilkette C&A spricht von einem Absinken um etwa 50%. Ob aus Umweltbewusstsein oder Geiz, letztendlich zählt das Ergebnis.

Wie das Beispiel von Großbritannien zeigt, wäre ein Gesetz sogar noch effektiver: Dort wurde im Oktober 2015 eine Bezahlpflicht um mindestens 5ct pro Tüte eingeführt – und der Verbrauch von Tüten sank bisher um 85%. Dazu kommt noch ein weiterer positiver Nebeneffekt: Viele größere Ketten spenden den Gewinn für wohltätige Zwecke.

Was sind die Alternativen zur Plastiktüte? Eine schlechte Möglichkeit ist es, einfach auf Papiertaschen oder Tüten aus alternativen Kunststoffen auszuweichen. Diese sind nämlich meist ähnlich umweltschädigend wie die Plastiktüte. Besser und umweltbewusster ist es dagegen, einen eigenen Rucksack oder eine bereits verwendete Tüte mitzubringen.

 

Quelle: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-08/umweltschutz-plastiktueten-muell-verbrauch-gesunken

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