Snack Insects – Vielbeiniger Happen für Zwischendurch

Hierzulande kennt man das Essen von Insekten meistens aus einschlägigen Fernsehsendungen oder aus dem Urlaub in Südostasien. Dabei sind die Anwendungsmöglichkeiten von Insekten breit gefächert: Durch ihren hohen Proteinanteil sind sie eine mögliche Alternative zu Fleisch, gemahlen können sie als Mehl verwendet werden und laut Folke Dammann eignen sie sich ebenfalls gut als leckerer Snack für Zwischendurch.

Mit dieser Idee gründete Dammann 2013 mit seiner Frau „Snack Insects“, ein Fachhandel für Insekten-Leckereien in Deutschland. Bei der Aufzucht seiner Insekten kommen weder Pestizide, noch Hormone oder Antibiotika zum Einsatz, die Fütterung der Tiere ist rein pflanzlich und die Emission im Vergleich zur Viehzucht verschwindend gering. Mittlerweile hat Dammann einen Insekten-Riegel kreiert und ein eigenes Insektenkochbuch geschrieben.

Leider haben laut Dammann hierzulande die meisten Menschen eine anerzogene Scheu vor Insekten. Dabei ernähren sich mehr als 2 Milliarden Menschen täglich zumindest teilweise von Insekten – warum also nicht auch hierzulande? Muscheln und Schnecken scheinen ja auch kein Problem zu sein. Einsteigern empfiehlt der Experte immer den „Schokoladen-Deckmantel“. Dieser würde nicht nur geschmacklich hervorragend zu dem nusslichen Aroma der Insekten passen, sondern auch die genauen Texturen verdecken.

Auch die FAO (Food and Agriculture Organization) macht sich seit einigen Jahren dafür stark, das Potential von essbaren Insekten auch in der westlichen Welt verstärkt zu nutzen. Insekten sind schmackhaft, sehr gesund und als wechselwarme Tiere sehr gute Futterverwerter. Für die Zucht von Insekten ist wesentlich weniger Wasser und Fläche notwendig, darüber hinaus produzieren sie vergleichsweise wenig Treibhausgase. Die Weltbevölkerung wächst stetig und somit müssen Alternativen für eine künftige Proteinversorgung gefunden werden.

Quelle: https://www.otto.de/reblog/snack-insects-23860/

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