Riskante Bohrungen in der Arktis

Die norwegische Regierung hat dem Ölkonzern Statoil Bohrungen in der Arktis genehmigt. Das birgt viele unnötige Risiken – noch nie wurden so weit im Norden der Barentssee Ölbohrungen durchgeführt.

Erstmals seit über 20 Jahren hat die norwegische Regierung im Sommer 2016 ein neues Gebiet für Bohrungen freigegeben. Die Bohrungen in der Barentssee können schwerwiegende Folgen mit sich bringen: Ölunfälle sind dort kaum kontrollierbar. Zudem ist der Norden der Barentssee unwirtlich und schwer erreichbar; es stürmt und ist kalt. In den Wintermonaten fehlt Licht, sodass Aufräumteams keine Chance hätten. Aus ähnlichen Gründen hatte auch Shell sich nach mehreren Pannen unter Druck der Öffentlichkeit 2015 aus der Arktis wieder zurückgezogen.

Die Freigabe des neuen Gebiets sehen vor allem Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace kritisch. Sie empfinden die Bohrungen als Bruch des Pariser Klimaschutzabkommens, da die Förderung von Öl in der Arktis ein unnötig hohes Risiko darstellt. Außerdem wird es nicht einmal benötigt – laut Greenpeace reichen die bereits jetzt wirtschaftlich förderbaren Ölvorräte auf der Erde, um die Versorgung des Energiebedarfs so lange zu unterstützen, bis sie durch Erneuerbare Energien gewährleistet werden kann.

 

Quelle: http://www.greenpeace.de/themen/arktis/das-recht-auf-ihrer-seite

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