Nachhaltiger konsumieren

Rund 90% der über 14jährigen kennen den Begriff Nachhaltigkeit und wissen, wofür er steht. Nachhaltiger Konsum ist keine Nische mehr, er ist inzwischen mitten in der Gesellschaft angekommen. Warum handeln trotzdem viele nicht dementsprechend?

Bei jedem Einkauf steht man vor der Entscheidung: konventionelle Produkte oder doch die Bio-/Fairtrade-Alternativen, die nicht selten doppelt so teuer sind? Doch nachhaltigerer Konsum ist heute schon sehr viel einfacher geworden. Vor einigen Jahren gab es solche Alternativen nur in Biogeschäften, heute sind sie auch in Supermärkten und Discountern zu finden.

In allen Teilen der Bevölkerung gibt es nachhaltig orientierte Verbraucher: 60% der Deutschen ist es wichtig, dass Produkte und Dienstleistungen möglichst nachhaltig erstellt werden. Dass eine Konsumstudie der Rewe Group 2014 ergab, dass nachhaltige Konsumenten meist einen höheren Bildungsgrad aufweisen und über ein überdurchschnittliches Einkommen verfügen, hängt mit vielen praktischen Gründen zusammen. Dazu zählt, dass nachhaltige Erzeugung einen oftmals wesentlich höheren Preis hat, den sich viele nicht leisten können. Fehlende Zeit oder Motivation können ebenso Gründe sein.

Die vorherrschende „Ganz-oder-gar-nicht“-Haltung innerhalb der Gesellschaft ist darüber hinaus nicht unbedingt förderlich. Denn es geht nicht darum, alles richtig zu machen und plötzlich alles zu ändern, sondern seinen Konsum schrittweise zu verbessern. Und der erste Schritt ist, sich überhaupt mit dem Thema zu befassen.

 

Quelle: http://www.stern.de/wirtschaft/news/nachhaltigkeit--unser-schlechtes-gewissen-bei-bio-produkten--7358318.html

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