Korallensterben am Great Barrier Reef

Die bereits im Frühjahr geäußerten Vermutungen haben sich nun bestätigt: Das Great Barrier Reef hat in diesem Jahr die schlimmste Korallenbleiche seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Gebietsweise sind bis zu zwei Drittel der Korallen abgestorben.

Als Korallenbleiche wird das Verblassen der sonst bunten Steinkorallen bezeichnet. Diese wird durch Abstoßung der für die Färbung notwendigen Algen ausgelöst, mit denen die Nesseltiere normalerweise in Partnerschaft zum gegenseitigen Nutzen leben. Ohne diese Algen können die Korallen auf Dauer nicht überleben und sterben innerhalb von Wochen bis Monaten ab. Ausgelöst wird das Abstoßen durch zu hohe Wassertemperaturen – schlussendlich vor allem durch den Klimawandel und in diesem Jahr zusätzlich durch den El Niño. Einmal abgestorbene Korallen benötigen 10 bis 15 Jahre, bis sie wieder zurückkehren – wenn es keine weiteren Störungen gibt.

Ein weiteres Problem: Die höheren Wassertemperaturen schwächen das fragile Ökosystem der Riffe zusätzlich und machen es anfälliger für äußere Einflüsse wie Stürme, Krankheiten, Umweltverschmutzung durch den Schiffsverkehr und den Dünger- und Pestizid-Eintrag küstennaher Felder.

Um einen besseren Schutz des UNESCO-Weltnaturerbes zu gewährleisten, will die australische Regierung am Donnerstag, den 01.12.2016, neue Schutzmaßnahmen vorstellen.

 

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/korallen-am-great-barrier-reef-das-grosse-sterben-a-1123526.html

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