Klimaschutzziele in Gefahr

Deutschland wird seine Klimaschutzziele für 2020 verfehlen. Selbst im günstigsten Fall liegt die CO2-Einsparung klar unter dem eigentlichen Plan.

Deutschland verpasst sein selbst gestecktes Klimaschutzziel deutlicher als gedacht. Eigentlich sollen bis zum Jahr 2020 die klimaschädlichen Emissionen um 40 Prozent unter den Wert von 1990 gedrückt werden. Laut internen Berechnungen des Umweltministeriums kommt man ohne signifikante Änderungen in der Umweltpolitik jedoch höchstens auf ein Minus von 32,5%.

Bereits im Mai hatte die Bundesregierung bereits der EU-Kommission mitgeteilt, dass sie das nationale 2020-Ziel nach derzeitigem Stand nicht schaffen werde. Es werde etwa um 1,5 bis fünf Prozentpunkte verfehlt, hieß es damals. Zur Einordnung: Je 12,5 Millionen Tonnen CO2 bedeuten einen Prozentpunkt für das Klimaziel

Hauptgrund für die Verfehlung sind die weiterhin hohen Emissionen bei der Stromerzeugung. So ist zwar der Anteil erneuerbarer Energien in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Gleichzeitig produzierten die deutschen Kohlekraftwerke jedoch fleißig weiter für den Export. Zudem torpediert der Verkehr die Energiewende: Die Motoren werden zwar effizienter und es wurden Abgasgrenzwerte für Autos eingeführt. Gleichzeitig legten großmotorige Fahrzeuge aber mehr Kilometer zurück.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaschutz-deutschland-produziert-zu-viel-co2-ziele-in-gefahr-a-1172368.html

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