Kleidung aus weggeworfenen Stoffen – geht das?

Jährlich entstehen mehrere Millionen Meter Stoffabfall – und das noch bei der Produktion. In der Textilindustrie bleibt nämlich nach der Produktion ein großer Teil an Stoffresten übrig. Da diese nicht genutzt werden, gelten sie als Abfall und werden entsorgt oder verbrannt. Muss das sein?

Das Ende 2015 gegründete Modelabel „Wiederbelebt“ will diesem Trend ein Ende setzen und stellt Kleidung ausschließlich aus weggeworfenen Materialien umliegender Textilproduzenten her. Nicht nur die Stoffe sondern auch Knöpfe und Reißverschlüsse können auf diesem Wege genutzt werden. Es handelt sich dabei um neue, hochwertige Stoffe, die nach eigenen Angaben nicht aus China oder Bangladesch kommen.

Hergestellt werden die „Upcycling“-Produkte dann in Polen – vor allem aufgrund der kurzen Lieferwege. Die Idee hinter Upcycling, einem Mischwort aus „Up“ (Aufwerten) und „Recycling“ (Wiederverwerten), ist, nutzlose Gegenstände oder Abfälle in neuwertige Produkte zu verwandeln. Dadurch wird der Bedarf an neuen Materialien und somit auch der Energieverbrauch und Luft- und Wasserverschmutzung bei der Produktion verringert.

Besonders an „Wiederbelebt“ ist außerdem die limitierte Auflage eines jeden Produkts – pro Modell gibt es immer nur 50 Teile. Damit wollen die Gründer des Labels ein Zeichen gegen den Fast Fashion-Trend setzen.

 

Quelle: https://utopia.de/wiederbelebt-modelabel-upcycling-28705/

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