10 Beispiele für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik

Der Vorschlag, den öffentlichen Nahverkehr in gewissen Großstädten kostenlos zu machen, hat bundesweit für Diskussionen gesorgt. Und auch die drohenden Diesel-Fahrverbote in Metropolen sorgen für Furore. Doch es geht auch anders – wie nachfolgenden an zehn bereits existierenden Lösungsansätzen demonstriert.

1. Die Fahrradprämie in Mailand: Die Stadt plant 35 Millionen in eine Prämie für Fahrradfahrer zu investieren, um die Feinstaubbelastung und das Verkehrschaos zu reduzieren.

2. Der kostenlose ÖPNV in Tallin: Was hierzulande noch heiß diskutiert wird, ist in Tallin schon seit 2013 Realität.

3. Kostenlose Tickets für städtische Angestellte in Stuttgart: Um die verstärkte Feinstaubbelastung in Stuttgart zu reduzieren, wurde ein kostenloses Job-Ticket für alle städtischen Angestellten eingeführt.

4. „Mobilitätspunkte“ in Bremen: In Bremen wird das Car-Sharing von der Stadt subventioniert. Ein geteiltes Auto kann dabei bis zu 10 private ersetzen. Und auch Leihfahräder werden immer beliebter – und das mittlerweile auch in anderen Städten!

5. Eine fahrradfreundliche Infrastruktur: Weltweit führend sind bei dieser Kategorie Amsterdam und Kopenhagen. In diesen Städten fährt man seit vielen Jahren mit dem Fahrrad auf eigenen Straßen in autofreien Zonen und parkt diese anschließend sicher in reinen Fahrrad-Parkhäusern. Die fahrradfreundliche Umstände verfehlen ihre Wirkung nicht: Fast 60 Prozent aller Fahrten werden von den Einwohnern Amsterdams mit dem Drahtesel bewältigt.

6. Das Dienstrad in England: In England können Arbeitgeber bereits seit 1999 Fahrräder von der Steuer absetzen, die sie ihren Angestellten als „Diensträder“ zur Verfügung stellen.

7. Mehr Platz für Fahrräder, weniger Platz für Autos: In Bielefeld und Leipzig werden immer mehr sichere und verfügbare Abstellmöglichkeiten für Räder errichtet – denn wer fürchten muss, dass sein Drahtesel nach Feierabend nicht mehr da ist, wird im Zweifelsfall wieder zum Autoschlüssel greifen. In Baden-Württemberg sind mittlerweile 2 wettergeschützte Fahrradstellplätze pro Wohnung vorgeschrieben – 4 davon können einen vorgegebenen Autostellplatz ersetzen. Ein wenig radikaler gehen Kopenhagen und Zürich vor: dort werden pro Jahr 2 Prozent der Autoparkplätze in andere Flächen umgewandelt.

8. Sicherer Fußverkehr in Berlin: Durch attraktive, sichere und barrierefreie Überquerungen an vielbefahren Straßen gilt Berlin bereits als eine der fußgängerfreundlichsten Städte Deutschlands. Außerdem sind die Wege zu Einkaufsläden kurz und die Haltestellen des ÖPNV gut verteilt.

9. Mobilität in allen Regionen: Gerade auf dem Land ist die Anbindung an das        Bus- und Bahnnetzwerk oft mangelhaft, weswegen die Bewohner auf ihren PKW angewiesen sind. Doch auch hier entstehen Alternativen: Von Bürgern (meist Ehrenamtlern) betriebene Busse fahren nach Bedarf; Rufbusse oder Linientaxis sind ebenfalls eine Möglichkeit zum Fortkommen. Aber auch die moderne Technik trägt ihren Teil bei: Angebote für regel- und unregelmäßige Mitfahrgelegenheiten kann man mithilfe des Smartphones oder digitalen Plattformen nutzen.

10. Das Ende von Verbrennungsmotoren in Norwegen: Ab 2025 werden in Norwegen keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr zugelassen. Aber auch Großbritannien und Frankreich wollen diesen Schritt wagen, allerdings erst 15 Jahre später.

Quelle: https://www.bund.net/aktuelles/detail-aktuelles/news/zehn-gute-beispiele-fuer-eine-zukunftsfaehige-verkehrspolitik-von-oben/

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