10.000 Postkarten für Wirtschaftsminister Altmaier

10.000 Postkarten für Wirtschaftsminister Altmaier

Mit über zehntausend Postkarten und einem offenen Brief haben sich Bürger und der WWF (World Wide Fund For Nature) an den Wirtschaftsminister Altmaier gewandt. Sie fordern ein Vorantreiben der Klimaschutzbedingungen – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kohlekommission.

Jörg-Andreas Krüger, Geschäftsleitung Ökologischer Fußabdruck beim WWF Deutschland, meint dazu: „Deutschland hinkt hinterher: Mit der andauernden Verschieberitis lässt sich weder die Erderhitzung begrenzen, noch hilft sie der Wirtschaft. Im nächsten halben Jahr bietet sich uns eine große Chance: Die Kommission kann den Weg aus der Kohle bereiten, die Regierung parallel die anderen Klimaschutz-Dossiers vorantreiben.“ Dazu müssten unter anderem für die anderen Sektoren wie zum Beispiel Industrie, Verkehr und Landwirtschaft konkrete Pläne erstellt werden, wie diese ihren Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten können. Und auch wirtschaftlich würde sich der Umweltschutz letztendlich rentieren: da die für alle EU-Länder verbindlichen Klimaziele im Verkehrs-, Gebäude und Landwirtschaftssektor nicht eingehalten werden muss Deutschland bis 2020 eine halbe Milliarde Euros zahlen. Bei nicht eintretender Kursänderung würde diese Summe bis 2030 auf bis zu 30 Milliarden ansteigen.

Die Post an Altmaier soll ihn an seine wichtige Rolle in der Kohlekommission erinnern. Als Wirtschaftsminister muss er der Kommission zum Erfolg verhelfen. Dazu gehört auch, einen Plan zu entwickeln, mit dem der Kohleausstieg gleichzeitig mit dem Erreichen der Klimaziele gewährleistet wird. Krüger dazu: „Altmaiers bisherige Abwehrreaktionen gegenüber einem CO2-Mindestpreis ist besonders deshalb so unverständlich, da ein solcher Preis einen enormen Beitrag zu den Klimazielen leisten würde.“ Außerdem müsse gleichzeitig mit den Kohleplänen ein deutlicher Schwung beim Ausbau der erneuerbaren Energien geschehen, beispielsweise durch Sonderausschreibungen für Wind- und Solarkraft.

Quelle: https://www.wwf.de/2018/juli/post-fuer-den-minister/

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