Hawa Dawa – Künstliche Intelligenz für saubere Luft

In fast allen Großstädten ist die Luft durch den Verkehrssektor und die Industrie stark von Schadstoffen wie Feinstaub, Stickstoff und Ozon belastet. Neben den negativen Auswirkungen auf das Klima ist diese Verschmutzung auch ungesund für Mensch und Tier. Die größten Problemzonen zu ermitteln ist daher wichtig, um effektiv Gegenmaßnahmen zu entwerfen. Einen möglichen Weg dazu zeigt das Münchener Start-Up "Hawa Dawa".

Karim Tarraf, Gründer des Unternehmens, kennt das Problem aus seiner Heimatstadt Kairo nur zu gut. Im Jahr 2015 entwickelte er mit 4 anderen Studenten den Prototypen eines mobilen Messgerätes, um die Luftgüte an verschiedenen Stellen einer Stadt flexibel messen zu können - daher auch der Name Hawa Dawa, der aus dem arabischen übersetzt in etwa Luftreinheit bedeutet. Das Projekt gewann in den folgenden Jahren diverse Innovationspreise, unter anderem den Hauptpreis des Gründerwettbewerbs Digitale Innovationen 2017, und entwickelte sich stets weiter. Zum Beispiel müssen Wetter und Verkehr für ein aussagekräftiges Ergebnis mit in die Messungen einbezogen werden. Tarraf und sein Team entwickelten also eine Software, die diese Daten mit einbezieht und mit denen des Hawa Dawas abgleicht. Das Programm lernt stetig dazu: So kann es inzwischen schon Luftgegebenheiten für Bereiche simulieren, an denen eigentlich keine Sensoren angebracht sind.

Quelle: https://reset.org/blog/hawa-dawa-%E2%80%93-kuenstliche-intelligenz-fuer-sauberere-luft-01102018

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