EU will Plastik-Einweggeschirr verbieten

Wenn es nach der Kommission der Europäischen Union geht, gibt es demnächst kein Einweg-Plastikgeschirr mehr. Damit will die Brüsseler Behörde dem Hauptverursacher der Meeresverschmutzung den Kampf ansagen.

Denn: 80 Prozent des Mülls in den Weltmeeren besteht aus Plastik, einem sich nur sehr langsam zersetzenden Stoff, der später sogar als Mikroplastik in den Nahrungskreislauf zurückgelangt. In der EU entstehen jährlich 26 Millionen Tonnen Plastikmüll, von denen weniger als 30 Prozent wiederverwertbar sind. Bis 2030 sollen daher alle Kunststoffe wiederverwertbar sein.

Das Verbot soll nur für Produkte gelten, die einfach und kostengünstig aus anderen Materialien hergestellt werden können. Für alle anderen sollen Reduktionsziele formuliert werden. Unter diese Kategorie fallen beispielsweise Mitnahme-Behälter für Essen und Getränke, Luftballons, Deckel etc. Außerdem werden diese Produkte künftig mit großen Warnhinweisen versehen, die auf die Folgen für Mensch und Umwelt hinweisen. Hersteller anderer Plastikprodukte wie etwa Chipstüten oder Zigarettenfilter sollen für Infokampagnen zahlen.

Die vorgelegte Richtlinie ist allerdings zunächst nur ein Vorschlag. Damit sie wirksam wird, muss die EU-Richtlinie nun vom EU-Parlament und vom Europäischen Rat angenommen werden.

Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-05/nachhaltigkeit-eu-plastik-umweltschutz-verbot-alternativen

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