Erdüberlastungstag

Am Montag, den 08.08.2016, war Erdüberlastungstag. Das heißt, dass 2016 bereits mehr Ressourcen verbraucht wurden als die Erde innerhalb von einem Jahr regenerieren kann. Und jedes Jahr rückt dieser Tag etwas weiter nach vorne. Rechnerisch wären inzwischen 1,6 Erden notwendig, um den Verbrauch der Weltbevölkerung zu decken.

Es ist alles gerodet, gefischt, gegessen und verschmutzt, was die Erde in diesem Jahr zu bieten hat. Alles nach dem 08. August geht zusätzlich auf das Nachhaltigkeitskonto. Und das jedes Jahr ein bisschen früher. Berechnungen zufolge soll dieser Zeitpunkt 2030 schon am 28. Juni erreicht sein.

Für die Zukunft bedeutet das: überfischte Meere, Erosion fruchtbarer Böden, Verschmutzung in Wasser, Luft und Boden, Klimawandel. Außerdem Hunger, Dürren, Hochwasser und andere Katastrophen.

Schulden machen wir seit über 30 Jahren, eine Lösung ist immer noch nicht in Sicht. An Versprechungen aus der Politik mangelt es nicht, dennoch scheitert die Umsetzung. Denn dann wird der Begriff Nachhaltigkeit auf einmal persönlich: Wir müssen uns einschränken.

Denn auch wenn die Deutschen sonst als sparsam gelten – was den Verbrauch von Ressourcen betrifft, sind sie es nicht. Wir haben unser eigenes Kontingent bereits am 28. April erschöpft. Würden alle so leben wie die Deutschen, wären drei Erden notwendig. Unser größtes Problem ist der Kohlenstoffdioxidausstoß bei der Verbrennung von Öl, Kohle und Gas für Energie und Verkehr sowie die industrielle Landwirtschaft aufgrund des hohen Flächenbedarfs, insbesondere für die Fleischproduktion.

 

Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article157551951/Ab-sofort-liegt-die-Erde-im-Minus.html

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