Einheitliche Bio-Standards in der EU

Bisher gibt es innerhalb der EU 64 verschiedene Bio-Standards, teilweise weichen die unterschiedlichen Kriterien stark voneinander ab. Nach jahrelangen Debatten konnten sich die EU-Länder nun auf eine gemeinsame Bio-Verordnung einigen, die ab 2020 in Kraft treten soll.

Wichtige Punkte sind beispielsweise die Vereinheitlichung des Imports und die Verschärfung der Importkontrollen. Zudem müssen alle EU-Länder künftig für ihr Saatgut eigene Datenbanken erstellen. Dadurch soll die Versorgung mit ökologischem Saatgut sicher gestellt werden. Außerdem planen die EU-Unterhändler eine Vereinfachung und Vereinheitlichung der Produktionsregelungen, sodass Ausnahme- und Sonderregelungen abgebaut werden können. Auch das EU-weite Angleichen des Umgangs mit Pestiziden ist Bestandteil der neuen Verordnung. So müssen Bauern in Zukunft sicher stellen, dass Bio-Produkte nicht mit Pestizid-Verunreinigungen in Berührung kommen. Wird ein Verstoß gegen diese Regelung von den Behörden bemerkt, darf das betroffene Produkt drei Jahre lang kein Bio-Siegel tragen.

Die Verhandlungen über eine einheitliche Bio-Verordnung begannen bereits 2014, seitdem wurde darüber diskutiert und gestritten. Zwischenzeitlich drohten sie sogar gänzlich zu platzen. Dabei sind einheitliche Regelungen gerade im Bio-Markt sehr wichtig, da so Etikettenschwindel mit dem Bio-Siegel vorgebeugt werden kann.

Ein Punkt wurde jedoch immer noch in den Verhandlungen ausgelassen: die Verunreinigung von Bio-Lebensmitteln durch Kontakt mit konventionellen. Dazu will die EU-Kommission noch einen Untersuchungsbericht anfertigen.

 

Quelle: https://utopia.de/bio-eu-standard-oekoverordnung-56179/

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