Drastischer Rückgang des Meereises

Mitte November herrschen in der Arktis normalerweise -25°C, dieses Jahr war es tagelang 20 Grad wärmer, die Temperaturen lagen nur knapp unter 0°C. Die Folge: Die sonst im Herbst rasch wachsende Eisdecke ist rund eine Million Quadratkilometer kleiner als üblich.

Nicht nur das mildere Wetter wirkt sich auf den Rückgang des Eises in der Arktis aus, auch das Meer ist dort wesentlich wärmer. Dadurch verzögert sich das Schließen der Eisdecke.

Diese Entwicklungen können teilweise mit der globalen Erwärmung erklärt werden.

Doch nicht nur in der Arktis, auch in der Antarktis schmilzt das Eis stärker als sonst im Frühling. Die Ursachen hierfür sind unklar. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich um mehrere zufällige Entwicklungen handelt.

Die Gefahr beim Rückgang des Meereises: Das Tauen verstärkt sich selbst. Schmelzende Schollen setzen Meerwasser frei, das sich stärker erwärmt als das Eis selbst. Das wärmere Wasser bewirkt wiederum ein schnelleres Tauen. Forscher befürchten deshalb eine nicht mehr zu stoppende Kettenreaktion.

 

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klima-globales-meereis-schrumpft-dramatisch-a-1122089.html

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