Die drohende Gefahr der Afrikanischen Schweinepest

Vor der afrikanische Schweinepest (ASP) gibt es keinen medikamentösen Schutz und auch Impfungen wirken nicht. Die Krankheit endet in 90 Prozent der Fälle tödlich. Der Bauernverband fordert die Bundes- und Landesregierungen zum Handeln auf.

Die Symptome sind oft schwerwiegend, gleichzeitig jedoch auch sehr unspezifisch: Neben Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen können Durchfall und Blutungsneigung auftreten. Bei einer Infektion im Stall muss der gesamte Bestand geschlachtet werden. Der Schaden könnte also immens werden. Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, sagte der Süddeutschen Zeitung, es drohten 2-3 Milliarden Euro schwere Verluste pro Jahr.

Die Tierseuche war ursprünglich auf Afrika begrenzt. 2007 gab es erste Fälle in Georgien, von wo aus sich die Seuche in Europa ausbreitete. Für Menschen und Haustiere ist sie jedoch ungefährlich. In den Ursprungsländern wird das Virus von Lederzecken übertragen. In Europa erfolgt die Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren über Blut und Sekrete. Weitere Übertragungswege sind das Verfüttern von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen. Nach den jüngsten Infektionsfällen in Zlin südöstlich von Prag in Tschechien und der Region Warschau wurden an Lkw-Fahrer aus den betroffenen Ländern Handzettel verteilt. Sie würden gebeten, keine Essensreste wegzuwerfen.

Der Deutsche Bauernverband fordert nun eine stärkere Bejagung des Wildschweinbestandes. In Mecklenburg-Vorpommern wurden bereits Prämien für erlegte Schweine angesetzt und in Niedersachsen wurde die Schonzeit aufgehoben. Für den eigenen heimischen Betrieb ist die sicherste Vorsorge immer noch der gesetzlich vorgeschriebene Doppelzaun, der den Schnauze-zu-Schnauze-Kontakt von Wild- und Hausschweinen verhindert.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/afrikanische-schweinepest-bauern-befuerchten-milliardenschaeden-a-1186721.html

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