Der Geruch von Erfolg

Wer kennt es nicht? Man geht die Straße entlang, hat gerade gefrühstückt und riecht auf einmal frisch gebackene Brötchen. Die Lust, den Bäcker zu betreten und eines dieser köstlichen Backerzeugnisse zu erwerben überkommt einen, obwohl man eigentlich satt ist.

Das heute sogenannte „Geruchsmarketing“ gibt es mutmaßlich seit den ersten Bäckereien. Schon damals entdeckte man schnell, dass ein auf die Verkaufsmeile ausgerichtetes Ofenrohr mit dem Duft frisch gebackenem Brotes die Kunden förmlich anlockte. Heutzutage dagegen lassen die Firmen einfach einzigartig riechende Aromastoffe in ihren Filialen versprühen. So hoffen sie, einer Marke einen eigenen, möglichst angenehmen Geruch zuzuweisen. Die Gerüche sollen Kunden an die Marke binden – auf sehr subtile Weise, denn Düfte beeinflussen vor allem das Unterbewusste. Nicht nur die Produkte selber, sondern auch Verkaufsräume und Umgebungsflächen ganzer Geschäfte verströmen charakteristische Gerüche, die beim Kunden einen sofortigen Wiedererkennungswert erzeugen. Oft werden eigens hergestellte Duftsäulen in Verkaufsräumen aufgestellt oder über die Klimaanlage versprüht.

Diesen Wiedererkennungswert durch Geruch nutzen nicht nur Firmen, an die man sofort denkt wie zum Beispiel Kaffeeröstereien oder Fast-Food-Ketten. Auch Hotels, Banken oder sogar Flughäfen nutzen inzwischen Entwickler für Duftkonzepte, um ihren eigenen „corporate smell“ zu entwickeln. Wenn einen also das nächste Mal ein abruptes Verlangen überkommt, sollte man erst einmal schnuppern, ob der Geruch einem nicht bekannt vorkommt.

Quelle: https://utopia.de/ratgeber/duftmarketing-wie-uns-die-industrie-mit-dueften-zu-mehr-konsum-verleiten-will/

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