CoffeeFlour: Mehl aus Kaffee

Bei der Kaffee-Herstellung entsteht gleich beim ersten Verarbeitungsschritt ziemlich viel Abfall: Nachdem die Kaffeekirschen von Hand geerntet wurden, wird das Fruchtfleisch entfernt und somit über die Hälfte der Frucht weggeworfen. Bei unsachgemäßer Entsorgung können Flüsse und Bäche verunreinigt werden, was ein Problem für die lokale Bevölkerung darstellt und zu Umweltproblemen in den Anbauregionen führt.

CoffeeFlour hat einen einfachen Weg gefunden aus dem Haupt-Nebenprodukt eine ökonomisch, sozial und ökologisch wertvolle Ressource zu machen.

Dazu wird das Fruchtfleisch gewaschen, stabilisiert und getrocknet, sodass es in Form von „Kaffeemehl“ zu einem eigenständigen Nahrungsmittel wird. Es sieht genauso aus wie gemahlener Kaffee, hat im Gegensatz zu diesem aber ein blumiges Röstaroma und passt daher geschmacklich besonders gut zu Kuchen, Saucen oder sogar Cocktails. Es ist glutenfrei und verfügt über eine hohe Menge an Ballaststoffen, Eiweiß, Kalium und Kalzium. Als Wachmacher ist das Kaffeemehl allerdings nicht geeignet: Es enthält in etwa so viel Koffein wie dunkle Schokolade.

Derzeit stellt CoffeeFlour sein Produkt in Hawaii, Nicaragua, Guatemala, Mexiko und Vietnam her. Die Herstellung von Kaffeemehl bedeutet automatisch weniger Abfälle und sichert den Kaffeebauern ein zusätzliches Einkommen, sowie neue Arbeitsplätze in der Bevölkerung. Außerdem bietet das Kaffeemehl einen weiteren Vorteil: Während Kaffeekirschen verderblich sind und die Preise der fertigen Kaffeebohnen starken Preisschwankungen unterworfen sind, kann das Mehl lange gelagert werden und erfreut sich mehr oder weniger stabilen Marktpreisen. Das sorgt für Umsatz- und Arbeitsplatzsicherung.

Quelle: https://reset.org/blog/mehl-aus-kaffee-als-neuer-akteur-lebensmittelabfaelle-05182017

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