CO²-Ausstoß steigt 2017 wieder an

Drei Jahre lang stagnierten die globalen CO2-Emissionen - doch 2017 geht es laut einer neuen Schätzung wieder nach oben. Schuld daran ist unter anderem China.

Auf dem Klimagipfel in Bonn präsentierten die Forscher des Global Carbon Projects die Rechnung, dass der CO²-Ausstoß 2017 um zwei Prozent gestiegen sei. Mit 26% Anteil am globalen CO²-Ausstoß ist China als Hauptverursacher schnell ausgemacht. Aber auch die USA mit 14% und die EU mit 9,1% bekleckern sich hier nicht mit Ruhm. Der Forscher Jan Ivar Korsbakken ist beunruhigt: „Wir wissen noch nicht, ob es sich beim Anstieg der Emissionen im Jahr 2017 um einen Ausreißer handelt oder ob wir es mit Veränderungen zu tun haben, die in den kommenden Jahren für einen Aufwärtsdruck sorgen werden".

Die Prognosen über die Entwicklung in diesem Jahr sehen düster aus: In China und Indien wird der stärkste CO²-Ausstoßanstieg vorausgesagt (3,5% & 2%), in der EU und den USA sinkt er um 0,2 bzw. 0,4 Prozent. Das klingt zuerst gut. Bedenkt man jedoch, dass die Zahlen von der EU und den USA im Schnitt über das vergangene Jahrzehnt um 2,2 bzw. um 1,2 Prozent pro Jahr gesunken sind, wird klar, dass die Entwicklung hier ebenfalls rückläufig ist.

In diesem Jahr wird die Menschheit durch Industrie, die Verbrennung fossiler Rohstoffe und die Abholzung von Wäldern um die 41 Gigatonnen CO2 in die Erdatmosphäre pusten. Ein so hoher Wert wurde bisher nur einmal erreicht, im Jahr 2015. Und bis spätestens zur Mitte des Jahrhunderts sollte der Wert bei null liegen, wenn wir der uns folgenden Generation eine lebenswerte Welt hinterlassen wollen.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/globaler-co2-ausstoss-die-emissionen-steigen-weiter-a-1177404.html

 

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