Bayrischer Rewe-Markt verschenkt abgelaufene Lebensmittel

In einem Rewe-Markt in Bad Brückenau steht seit Mitte Januar ein „Food-Share-Regal“, aus dem sich jeder Kunde nehmen kann, was und soviel er möchte – ohne zu zahlen. Die Produkte aus dem Regal haben ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum, sind allerdings noch genießbar. Obwohl in Deutschland die meisten Lebensmittel deutlich länger essbar sind, als ihr MHD angibt, landen sie in der Regel im Müll.

Mitverantwortlich dafür ist unter anderem auch die deutsche Rechtsprechung. So dürfen nicht nur Supermärkte Produkte die abgelaufen sind nicht mehr vertreiben, sondern auch gemeinnützige Organisationen wie z.B. die Tafel darf diese nicht mehr verteilen.

Sebastian Hauke, Betreiber des Rewe-Markts in Bad Brückenau, wollte etwas an diesem Umstand ändern. Daher führte er folgende Regelung für seinen Supermarkt ein: Lebensmittel werden drei Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums aus dem Supermarkt genommen und der Tafel angeboten. Was sie nicht nimmt, landet in dem Regal in der Filiale.

Die Entscheidung fiel, als der Supermarkt kurz davor stand eine zweite Tonne für Lebensmittelabfälle anzuschaffen. Er habe keine Angst vor dem Kaufverzicht, so Hauke, ihn plage eher die Sorge, weiterhin soviel in die Tonne zu kloppen. Immer mehr Märkte steigen so in den Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung ein – in Berlin gibt es mit „Sirplus“ sogar schon einen kompletten Supermarkt nur für ausrangierte Lebensmittel.

Quelle: https://utopia.de/rewe-lebensmittel-mindesthaltbarkeitsdatum-78445/

Zurück